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Kistefos Museum, gefächerte Glastreppe

Das neue Kistefos Museum befindet sich im scenigen Kistefos Skulptur Park welcher in den späten 90ger Jahren gegründet wurde – heute ist er Zuhause von international anerkannten Künstlern wie Anish Kapoor, Olafur Eliasson, Fernando Bottero und Elmgreen & Dragset. Der Standort des Museums ist nahe des Flusses Randselva in Jevnaker, etwa eine Stunde Fahrt von Oslo. Erbaut um eine historische Pfeffermühle, der Skulptur park besetzt beide Böschungen des Flusses, mit einer alten Brücke welche als Überquerungsmöglichkeit dient.

BIG´s Vorschlag ist gedacht als einfacher Balken der sich über den Randselva spannt um beide Seiten des Geländes zu verbinden und somit eine zweite Brücke für den Skulptur Park zu bilden. Eine einfache Drehung im Volumen des Gebäudes erlaubt es der Brücke sich von dem unteren bewaldeten Bereich auf der südlichen Seite zu erheben, hoch auf das hügelige Gelände im Norden. Das erschafft eine Serie von in sich verbundenen Zonen: Eine vertikale Säule für Galerien oder Medien, Malereien und Skulpturen auf der südlichen Seite – und horizontal, eine offene Galerie, ideal für Skulpturen und große Installationen auf der nördlichen Seite.

Die verzerrte Geometrie des Gebäudes fusioniert die Vertikale und die Horizontale in einer einzigen Bewegung und formt dabei eine gefächerte Treppe im Inneren. Die Treppe doppelt sich zu einen informellen Sitzbereich, auch ideal als Platz für Videoprojektionen, darstellende Kunst und ähnliche Events. Das Oberlicht der Galerie verwandelt sich von einer Vertikalen entlang der Ostfassade zur Horizontalen auf der Oberseite des Südlichen Endes des Gebäudes und erschafft dabei eine Galerie die sowohl von oben als auch von der Seite mit Tageslicht erhellt wird und sich vermischt mit einer dunkel gehaltenen Galerie.

Besucher betreten das Museum durch einen Eingang in dreifacher Geschosshöhe auf der Südseite des Gebäudes. Dort sind auch das Informationscenter sowie der Souvenirladen des Museums. Von hier haben die Gäste einen freien Blick durch den Raum bis zum anderen Ende des Museums. Dort befindet sich ein Café, das zum Genuss von Getränken und Snacks einlädt während man die Aussicht auf die historische Mühle und die Landschaft genießen kann. In den Sommermonaten breitet sich das Café bis auf die freiliegende Terrasse aus.

Die Fassade wird in edlen, exakt akzentuierten Materialien gehalten. Nicht verglaste Bereiche werden in gebürstetem Edelstahl hergestellt, während die Verglasung aus großen Isoliergläsern mit UV reflektierender Beschichtung besteht, welche das Kunst schädliche Licht draußen lässt und zu 75% vor UV-Strahlen schützt. Elektrisches Licht, welches in die Fassade integriert wird sorgt für dezente Nuancierung von hellen sowie dunklen Bereichen. Areale mit indirektem Licht sowie zu komplett von Licht abgeschirmten, nur mit künstlichem Licht ausgeleuchtete Räume für verschiedene Medien Events (wie zum Beispiel Video Installationen, Museum- Shows und Performances) sind in dem Design vorgesehen.

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